Zum Thema Abschaffung der Studiengebühren....
Ich persönlich verstehe eine gewisse Notwendigkeit in Studiengebühren. Bzw. sagen wir es mal so: irgendwer muss unsere Dozenten bezahlen. Irgendwer muss die Unis in Takt halten. Das kostet Zaster. Den grad niemand von uns hat. Den aber viele hätten, wenn sie in Zukunft den Job haben, den ihnen ihr Abschluss verleihen könnte. Dafür zahlen sie auch mehr Steuern. Klar...
Meine Sicht:
1. Abschaffung wäre toll. wobei ich da gerade nicht persönlichen Geiz und ständige finanzielle Misslage von objektiven Gründen trennen kann, und dann AUCH NOCH Gebühren und knallharter Nebenjob miteinfließen. sprich: subjektive Gründe.
2. trotzdem: 500 sind zuviel. 586, irgendwas ist ne Frechheit. Also da auch noch Verwaltungskosten zu verlangen ist wirklich der Gipfel. Mein ganz gesunder Menschenverstand murmelt 300 und 50 Euro Büchergutschein....als Realforderung, mein strategischer Verstand labert dagegen und sagt 300 und 100 Euro, Maximalforderung usw....Wobei ich strategisches Vorgehen prinzipiell ablehne. und deswegen der ersten Stimme gehör verleih, auch wenn 100 Euro Gutschein ( Bücher oder was man sonst so an Materialien braucht + Kopiergutschein) noch schöner wär.
Und wenn das Geld, das da fließt, oder fließen muss eben auch sinnvoll fließt. Ist ähnlich wie Schwarzarbeit: Steuern zahlen ist blöd, aber richtig. Würde jeder zahlen träfe es diejenigen, die zahlen nicht so hart, und ich bleibe trotzdem bei dem Recht Sozialschmarotzer als Sozialschmarotzer zu bezeichnen. Ob jemand ein Sozialschmarotzer ist, muss jeder selbst spüren.
3. Bildung für alle und zwar umsonst. Ist richtig. Ist möglich ( niemand schmeißt wen auch immer aus der Bibilothek raus). die Frage ist, ob universitäre Bildung für jeden zugänglich bleibt. ( Ohne, dass man 5 Jahre vorausrechnen muss und Schuldenberg, und sich quasi mit 19 festlegen muss, dass man nach dem Bachelor sofort ins Berufsleben übergeht...und ob das schlimm ist, bzw. ein sehr früher Eingriff in die persönlichen Entscheidungsfreiheiten des Einzelnen).
Ich denke, da gibt es noch sehr viel diskussionsbedarf. schreibt, was ihr denkt! die aktionisten sollten sich klar sein, was für forderungen sie mit welchen argumenten stellen dürfen. Maximalforderung und realistischer Kompromis. beides steht zur Auswahl.
