Gewerkschaften rufen Unileitung und Studenten zur Fortsetzung des Dialoges mit den Studierenden auf

“Der Dialog zwischen Unileitung und Studenten über eine Verbesserung der Studienbedingungen und eine Reduzierung der Studiengebühren dürfe keinesfalls an persönlichen Eitelkeiten und Missverständnissen scheitern und müsse unverzüglich fortgesetzt werden”, so der Kreisvorsitzende der Bildungsgewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Walter Feineis, und die Gewerkschaftssekretäre Peter Baumann von Verdi und Jürgen Wawersig von der IG Metall.
Die Kontroverse zwischen Besetzern und Unileitung um die Zwangsräumung des Max-Scheer-Hörsaales dürfe der Fortsetzung des gerade begonnenen Dialoges nicht hinderlich sein. Da sich Studenten und Unileitung und Politiker weitgehend einig seien, dass die Bachelorstudiengänge reformiert, die Masterstudiengänge ausgeweitet und die soziale Lage der Studenten verbessert werden müsse -, was schließlich auch zu einer Verkürzung der Studienzeiten führen könne – sei jetzt der Zeitpunkt gegeben, weiter miteinander zu reden und gemeinsam für zügige Reformen einzutreten. Eine Erhöhung des Bafögs und die Abschaffung der Studiengebühren und andere Maßnahmen müssten auch zu einer Reduzierung der sozialen Selektion im Bildungswesen führen. Denn während von den Kindern aus Akademikerhaushalten über 80% ein Studium aufnehmen würden, seien dies bei Nichtakademikerhaushalten nur 20%.

Die drei Gewerkschaften rufen deshalb die Unileitung auf, den protestierenden Studenten weiterhin Räume für ihre Tagungen zu Verfügung zu stellen und einen konstruktiven Dialog mit den Studenten zu führen.