Am Albrecht-Dürer-Gymnasium in Nürnberg wurde am 11.2. 2010 die Turnhalle nach einer Abstimmung der Mittelstufenvollversammlung besetzt. Dabei wurde auf die Missstände im Bildungssystem allgemein, aber auch auf einige hausgemachte Probleme des Gymnasiums hingewiesen. Die Besetzung wurde am Nachmittag des selben Tages durch einen Polizeieinsatz beendet.
Laut Schulleitung waren die SchülerInnen nicht bereit, nach einer Diskussion mit Direktor Walter Hauenstein die Turnhalle freizugeben. Nach Aussage der SchülernInnen wurde ihnen die polizeiliche Räumung angedroht. Ein wirklicher Dialog fand nicht statt. Wozu auch, könnte man sich aus Sicht der Schulleitung fragen. Schließlich “bringen die (SchülerInnen) alles durcheinander und wissen gar nicht, worum es geht,” so der Direktor (siehe Nürnberger Nachrichten). Die Presse war im Voraus über die anstehende Abstimmung informiert worden.
Nun sollen gegen einen Schülersprecher, einen Oberstufensprecher und ein weiteres SMV-Mitglied Sanktionen verhängt werden. Um ihre MitschülerInnen vor einer Strafe zu schützen, hatten sie die Verantwortung übernommen, wodurch ihnen nun Repressalien durch den schulischen Disziplinarausschuss bevorstehen: “Schlimmstenfalls kann eine Entlassung aus der Schule drohen,” so Schulleiter Hauenstein. Ihnen werden bizarre Tatbestände wie “Agitation”, “Rädelsführerschaft” und “Rufschädigung durch Informieren der Presse” vorgeworfen. Der Tenor ist klar: Wer sich für seine und die Rechte anderer einsetzt, an dem soll ein Exempel statuiert werden, um den Rest einzuschüchtern und solche Proteste zukünftig im Keim zu ersticken. Es geht um drei Schüler bei dem Disziplinarverfahren, gemeint sind aber wir alle! Daher findet am Donnerstag, den 4.3.2010, um 11 Uhr vor dem Albrecht-Dürer-Gymnasium eine Kundgebung statt. Ab 13:30 Uhr werden die Schüler vor den Disziplinarausschuss treten. Wer zur Kundgebung mitfahren möchte, kann sich unter kontakt@wuerzburg-brennt.de anmelden.
Heute schon gekotzt? Auf die Plätze, fertig, los! Hier kommt die Elite:
http://www.youtube.com/watch?v=PzhMbBUjbRk
[...] Aus einer Kritik der studentischen Proteste in Californien 2010. Kann man mal sehen. [...]
@P.O.O.
Wie gabelst du immer sowas auf?
Woher nehmen Menschen diese unsägliche Überzeugung, selbst etwas Besseres zu sein? Wer ist berechtigt, Kriterien für gut und schlecht festzusetzen? Und wieso hängen diese dann so gern an der Leistung, nicht etwa am Sein oder an der Barmherzigkeit oder ähnlichem?
“Zu den Aufgaben der SMV gehören insbesondere [...] die Wahrnehmung schulischer Interessen der Schülerinnen und Schüler und die Mithilfe bei der Lösung von Konfliktfällen. Zu den Rechten der SMV gehört es, [...] Wünsche und Anregungen der Schülerinnen und Schüler an [...] den Leiter der Schule [...] zu übermitteln, [...] Beschwerden allgemeiner Art [...] beim Leiter der Schule [...] vorzubringen (Beschwerderecht) [...]” Artikel 62 BayEUG
Von Indemnität steht da nichts, aber eigentlich sollte das analog für die demokratische Vertretung von SchülerInnen gelten, was bei Parlamentariern der Erwachsenen gilt, schließlich soll doch Demokratie in der Schule gelernt werden.
Wäre es nicht denkbar, dass hier ein paar Jurastudenten ihre Kenntnisse verbessern und gleichzeitig diesen Schülern hilfreich unter die Arme greifen? Bevor sie sich am 4.3. verantworten müssen. Dabei assoziiere ich irgendwie geradezu zwanghaft Bilder von Hexenprozessen und politischen Schautribunalen.
Mein Gott, selbst wenn (rein theoretisch überlegt!) die Kids sich zu weit aus dem Fenster gelehnt haben sollten, sind Pädagogen nicht dazu da, Nachsicht walten zu lassen, weil die Jugend noch ungeübt ist? Sie beim Stolpern aufzufangen? Sind Lehrer nicht gehalten, Kindern das Gute, Wahre und Schöne beizubringen? Hier jedoch werden sie nur das Fürchten gelehrt.
…hab hier interessante und auch konstruktive Kritik gefunden, die in Wien während der Besetzung entstanden ist. Finde, ihr solltet eure Taktik und eure Inhalte mal genauer unter die Lupe nehmen und vielleicht überdenken. Nicht zuletzt weil ihr damit ein Haufen Leute verschreckt, die wirklich was ändern wollen.
Grüße
Euer Basti
Martin Birkner: Do you remember Wissensfabrik?,
oder: Warum auch 2009 die Universität zerschlagen werden muss
12 Thesen und ein unausgewiesenes Zitat zur Universität in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung des postfordistischen Kapitalismus und deren Überwindung*)
Im Folgenden soll thesenartig der Stellenwert der gesellschaftlichen Arbeitsteilung für die Aufrechterhaltung aber auch für die Überwindung kapitalistischer Verhältnisse nachgezeichnet werden. Im Zentrum dabei steht dabei einerseits „analytisch“ die gegenwärtige postfordistische Transformation des Kapitalismus und andererseits „politisch“ die Perspektive gesellschaftlicher Befreiung eingedenk dessen, dass es kein Außerhalb kapitalistischer Verhältnisse mehr gibt, zumal in den metropolitanen Regionen der Welt. Ein derartiger Blickwinkel hilft hoffentlich ein Stück weit dabei, die Unmöglichkeit fortschrittlicher bildungspolitischer Bewegungen und Forderungen ohne Berücksichtigung des gesellschaftlichen Kontextes sichtbar zu machen sowie die Suche nach kollektiven Formen eines emanzipativ orientierten Widerstandes gegen die Zumutungen der „Wissensgesellschaft“ voranzutreiben.
1. Wir leben im Zeitalter der reellen Subsumption der gesamten Gesellschaft unter das Kapitalverhältnis. Nicht mehr nur die Arbeit, sondern das ganze Leben wird – zumindest tendenziell – den Reproduktionserfordernissen des Kapitals unter- bzw. eingeordnet. Es gibt kein Außerhalb des Kapitalismus mehr – es sei denn, wir stellen künftig eines her.
2. Dies gilt auch für die Widerstände und emanzipativen Bewegungen gegen den Kapitalismus. Angesichts der Tatsache, dass selbst jene Bewegungen, an die sich historisch am ehesten anknüpfen ließe, letztlich zumindest zur Weiterentwicklung, wenn nicht zur Verfeinerung und Dynamisierung kapitalistischer Herrschaftsverhältnisse beigetragen haben, kann es keinen archimedischen Punkt emanzipativer Kritik mehr geben. Der (National)Staat war dies ohnehin nie, aber auch die Parteiform oder das Sich-Berufen auf revolutionäre Subjekte „an sich“ ist Schnee von gestern. Stattdessen gilt es, den kapitalistischen Betrieb der Universität am Funktionieren zu hindern und gleichzeitig und gleichwertig eigene Formen der Wissensproduktion, -distribution und -aneignung zu entwickeln, eben eine transnationale solidarische Ökonomie des kommunen Wissens.
3. Die materialistische Lehre von der Veränderung der Umstände und der Erziehung vergisst, dass die Umstände von den Menschen verändert und die Erzieherin bzw. der Erzieher selbst erzogen werden muss. Sie muss daher die Gesellschaft in zwei Teile – von denen der eine über ihr erhaben ist – sondieren. Das Zusammenfallen des Änderns der Umstände und der menschlichen Tätigkeit oder Selbstveränderung kann nur als revolutionäre Praxis gefasst und rationell verstanden werden.
Da auch der postfordistische Kapitalismus zentral auf der Teilung der gesellschaftlichen Gesamtarbeit beruht, gilt es die Veränderungen dieser Arbeitsteilung zu erkennen. Diese Veränderungen aber sind selbst wieder von (vorangegangenen) Widerstandsbewegungen und sozialen Kämpfen abhängig (siehe These 2). Die Veränderung der klassischen kapitalistischen Arbeitsteilung zwischen „Kopf-“ und „Handarbeit“ wurde nicht zuletzt durch die 1968er-Bewegung und die zweite Frauenbewegung theoretisch und praktisch in Frage gestellt.
4. Das Bildungssystem und insbesondere die Universitäten waren und sind zentrale Institutionen dieser Arbeitsteilung. Ein Universitätsabschluss garantierte in hochfordistischen Zeiten mehr oder weniger die Teilnahme an der „kopfarbeitenden“ Elite. Der Übergang zur Massenuniversität, begleitet von den massiven sozialen Kämpfen der 1960er und 70er Jahre, führte zu einer Veränderung der zuvor relativ klaren und stabilen Trennungslinie zwischen Intelligenz und Proletariat. Damit einhergehend wurde der akademische Titel als allgemeines Äquivalent universitärer Bildung entwertet. Um dieser Entwertung entgegenzutreten, griff und greift der kapitalistische Staat zu administrativen Maßnahmen wie Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren, knock-out-Prüfungen etc. Aber nicht nur das:
5. Die Veränderungen im postfordistischen Universitätsbetrieb führten zu einer verfeinerten Abstufung der Bildungsabschlüsse. Die scheinbare Paradoxie: Wir haben es mit Prozessen von Verschulung und neuer Elitenbildung gleichzeitig zu tun! Die Einführung von Fachhochschulen, Privatuniversitäten oder unzähligen Post-Graduate-Studiengängen soll eine eng an die ökonomischen Bedürfnisse angeschmiegte feinunterteilte Ausbildungslandschaft produzieren, ebenso die andauernden Reformen, Reformen der Reformen etc. Dies lässt jedoch auch auf eine gewisse Hilflosigkeit der Herrschenden hinsichtlich der An- und Einpassung des postmodernen „Menschenmaterials“ an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes erkennen. Etwas besser ist dagegen die ideologische Reform gelungen: Kaum jemand studiert wirklich noch länger als die Mindeststudiendauer, die jetzt auch Regelstudiendauer heißt und der Anrufung der Studierenden als künftige ArbeitskraftunternehmerInnen wir weitgehend Folge geleistet.
6. Wer Elite sein wird, ist durch die Universität gegangen, der Umkehrschluss aber gilt nicht: Ein Universitätsabschluss ist heute eher Garant einer prekären Ich-AG-Zukunft als ein Sprungbrett in die Elite. Auf diese Veränderungen muss die kritische Selbstreflexion der studierenden Subjekte reagieren. Wir werden prekarisiert und proletarisiert. Studentischer Widerstand sollte sich daher auch als Klassenkampf, verstanden als verallgemeinerungswürdiger Kampf gegen das Klassifiziert-Werden, begreifen.
7. Ohne die konstitutive Miteinbeziehung genderkritischer und antirassistischer Analysen kann der komplexen Realität der universitären Landschaft – zumal in kritischer Absicht – nicht adäquat Rechnung getragen werden. Die sexistischen und rassistischen Arbeitsteilungen und Ausschlussmechanismen begrenzen einerseits (institutionell) den Zugang zu den Wissensinstitutionen, andererseits depotenzieren die herrschaftskonformen Varianten des ehemals subalternen Wissens (Stichworte: Diversity Management oder Gender Mainstreaming) die Sprengkraft von Theorie und Praxis eben dieses Wissens.
8. Kritische Wissenschaft darf sich nicht ausschließlich auf Wissensinhalte beschränken sondern muss mit Wissenschaftskritik, d.h. der Infragestellung der Identität als StudentIn bzw. WissenschaftlerIn ebenso einhergehen wie mit der Suche nach neuen, antihierarchischen und partizipativen Formen der Wissensaneigung bzw. -vermittlung. Theoretische und praktische Ideologiekritik ist nicht obsolet, ebenso wenig eine Kritik der wissenschaftlichen Arbeitsteilung in Disziplinen als herrschaftlich verfasste universitäre Funktionsäquivalente der Abteilungen in Fabriken und Ämtern oder der militärischen Waffengattungen.
9. Eine Kritik des postfordistischen Kapitalismus darf die Kritik der Universität ebenso wenig ausklammern wie eine universitäre Protestbewegung das Eingebundensein der Bildungsinstitutionen in den kapitalistischen Reproduktionszyklus. Das humboldtsche Bildungsideal war nie in Einklang mit dem kommunistischen Streben nach Herrschaftslosigkeit zu bringen, sondern basierte auf den humanistischen Vorstellungen bürgerlicher Gesellschaft – also herrschaftlicher verfasster und von Eliten geleiteter sozialer Verhältnisse.
11. Im zunehmend wissensbasierten Kapitalismus wird das Wissen heute selbst zur vergesellschafteten Produktivkraft. Dies bedeutet sowohl die Unterwerfung der Wissensproduktion unter den Akkumulationsimperativ des globalen Kapitalismus, ist jedoch gleichzeitig auch eine Chance, da die assoziierten WissensproduzentInnen des Postfordismus nicht mehr auf eine außerhalb ihrer Assoziation existierende planende oder anleitende Instanz angewiesen sind. Tendenziell kehrt das gesellschaftliche Wissen zu den ProduzentInnen zurück – die starren Trennungen des Fordismus – allen voran jene zwischen Hand- und Kopfarbeit – wurden und werden aufgeweicht. Dazu hat gesellschaftliches Wissen eine Eigenschaft, die es von materiellen Waren unterscheidet: Es verschwindet nicht beim Konsum, im Gegenteil vermehrt es sich dadurch und wird angereichert. Diese bietet der Perspektive der Wiederaneignung gesellschaftlicher Produktion in solidarischer Absicht einen optimalen „kommunen“ Nährboden: Wir brauchen zur Wissensproduktion weder Staat noch Kapital, vielleicht aber ganz rasch ein bedingungsloses Grundeinkommen.
12. Laut aktuellen Studien lebt rund die Hälfte der Studierenden in diesem Land an oder unter der Armutsgrenze, während Privatuniversitäten, Exzellenz-Cluster, Forschung im Dienste der neuen Kriege, industrienahe Lehrstühle und Drittmittelfinanzierung den Kapitalismus immer unvermittelter die ehemaligen Elfenbeintürme in deterritorialisierte Werkshallen der nunmehr gesellschaftlich gewordenen Fabrik verwandeln. Die Universität im Kapitalismus wird direkt zur kapitalistischen Universität: sie produziert als kapitalistisch strukturierte Bildungsinstitution mittels ECTS-Punkten und Noten als allgemeinen Äquivalent warenförmiges Wissen und damit die für den Kapitalismus wertvollste Ware: die Ware Arbeitskraft, einerseits vollständig unter das Kapitalverhältnis subsumiert und gleichzeitig, wie vorhin bereits angesprochen, potenziell autonom von seiner kapitalistischen Form. Da müssen wir durch.
13. Mögen die Räte der Massenintellektualität sich mit den multiplen Widerstandsbewegungen gegen die kapitalistischen Zumutungen vernetzen. Es gibt jedenfalls keine Chance mehr für ein Zurück zu halbstaatlichen Interessensvertretungen, fordistischen Mitsprachemodellen, es gibt keine vom gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang loszulösende „Bildungspolitik“, die nicht Standes- und somit Standortpolitik wäre. Die Perspektive kann also nur lauten: “Bildung für alle und zwar umsonst!“ als antikapitalistische Parole zur Geltung zu bringen1, Räume besetzen, die Kosten in die Höhe treiben, die Zeit zurückerobern, solidarische Bildungsformen entwickeln, die Proteste ausdehnen und mit anderen verknüpfen, also letztlich, angelehnt an einen von Andre Gorz bereits 1970 unterbreiteten Vorschlag: die kapitalistische Universität am Funktionieren hindern. Es lebe die solidarische Ökonomie des globalen kommunen Wissens!
*) Die Thesen entstanden im Rahmen zweier Workshops im Kontext der universitären Protestbewegung an der Universität Wien. Mehr dazu unter unirot.blogsport.de und massenuni.blogsport.de
Mal ein etwas anderer Forderungskatalog, scheinbar per copy/paste aus dem “malleus malificarum – online edition” übernommen:
http://xxx.biwa-wuerzburg.de/hauptforderungen.htm
Selten so was kruseliges gelesen. Wenn das durchgeht bin ich hier weg.
@Basti: Danke für die Kritik, die meisten der Punkte sind uns durchaus bewusst, man darf aber nicht den Weg und das Ziel für identisch halten. Der momentane Weg ist aus pragmatischen, “taktischen” Erwägungen gewählt und erscheint den meisten immer noch ganz klar als der sinnvollere. Wir sind halt immer noch in Würzburg… aber trotzdem eine sehr gute Zusammenfassung fundamentalerer Kritik.
Dieses Papier geht nach wie vor davon aus, dass es beim Menschen besser und schlechter gibt und geben muss. Damit verändert es nicht grundlegend, sondern verteilt maximal um. Dann haben wir dasselbe in grün, nämlich immer noch oben/unten resp. gut/schlecht. Insofern verhalten sich Kapitalismus und Kommunismus zueinander wie bei analogen Bildern Positiv und Negativ: Sie bilden dasselbe ab, halt in Komplementärfarben.
Rassismus und Chauvinismus erübrigen sich von allein, wenn man Menschen in ihrem Sein respektiert und nicht mehr in (willkürlich gesetzte) Kategorien einteilt. Zumal Eigenschaften nicht per se einen Wert besitzen, sondern sich erst situativ und im Kontext als hilfreich oder hemmend erweisen.
Man kann dieses Verhalten, in dem Achtung und Demut (das hat NICHTS mit Unterwürfigkeit gemein!) mitschwingen, als Liebe bezeichnen. Ich weiß, dass es nicht modern ist, denn es erfordert bei weitem mehr Anstrengung als der Schrei nach Umverteilung, weil man hier an sich selbst arbeiten muss. Völlig unpopulär!
Deshalb wird dann behauptet, es ginge nicht, es würde die Macht des Kapitals übersehen etc. Nein, es entzieht gerade dem Kapital jedwede Macht, weil es tiefere, menschliche Werte achtet.
Hierarchien werden dann überflüssig, wenn die Leute sich nicht mehr um Privilegien streiten, sondern ein jeder unbewertet (!) seinen Platz im Leben einnimmt bzw. jeder zum Leben erhält, was er wirklich (!) braucht. Das will jedoch keiner hören, weil er riesige Angst um den derzeitigen Fleischtopf hat. Vielleicht sich auch nicht vorstellen kann, dass ein Leben ohne Standesdünkel erfüllend sein kann.
Der Knackpunkt ist wirklich, die Menschheit zu lieben. Wir sind alle enorm wertvoll, aber nur dann, wenn wir authentisch leben. Bloß lassen wir ja nicht einmal die eigenen Gefühle zu, weil wir glauben, dass Gefühl und Schwäche dasselbe sind. Und werden deshalb so kalt, dass nur noch das Wort Sadismus es trifft.
Dann verschanzen wir uns lieber hinter Gesetzen (wer hat die erfunden?) oder Sachzwängen (wie entstehen diese?) oder bewertend gegliederten Gesellschaften (Ich bin besser als du, weil ich diese Zertifikat mehr besitze? Ehrlich, Manni, der Mensa-Mann, ist mir lieber, weil er seinen Job gut und begeistert macht, als ein Doktor weiß-der-Herr-wie-viel, der pfuscht und schlechte Laune verbreitet, aber viel Schotter macht und ein dickes Auto fährt!)
Wir sollten einfach (es ist höllenschwer) unsere Werte erkennen! Wir haben nicht einmal Stärken und Schwächen, sondern sind einfach. Und manche Eigenschaften passen in bestimmten Situationen eben besser. Damit sind sie nicht gut, sondern aktuell angesagt. Das lässt sich bei all unseren Mitmenschen beobachten – okay, bei manchen muss man gut hinschauen, weil sie schon so verbogen sind. Ich hab das in der Schule mal so gelernt: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. (3.Mose19,18)
Oh, da hab ich ja glatt das Schmankerl übersehen. Wird ein interessantes Jahr für Würzburgs U50-Bevölkerung werden. Hoch lebe die demografische Entwicklung!
Über die Ziele der `Bürgerinitiative Würzburger Altstadt´:
“Ein Teil dieser Maßnahmen wird von den Problemverursachern sicher als repressiv angesehen.
Darauf kann aber unserer Meinung nach keine Rücksicht genommen werden.
Da sich in Würzburg über die Jahre eine Feierkultur etabliert hat, die die Altstadtbewohner unverhältnismäßig belastet, muss es den Uneinsichtigen jetzt auch mal wehtun.
Unsere Forderungen sind aber so ausgerichtet, dass der normale zivilisierte Altstadtbesucher, der sich rücksichtsvoll verhält, keine unzumutbaren Einschränkungen hinzunehmen hat.”
@P.O.O.
Wie jetzt? Gehst du davon aus, dass es immer junge Menschen sind, die laut und “unrein” sind? Oder dass nur alte Leute in der Innenstadt wohnen? Beides definitiv falsch.
Kannst du gleich im Plenum bitte mal schauen, dass jemand sich juristisch um die betroffenen Schüler bemüht? Ich schaff’s heute nicht zu kommen. cu
Unter folgendem Link gibt es ein sehr interessantes Protokoll des letzten internationalen Chats. Es bietet einige Einblicke, was in anderen Ländern Europas, aber auch ausserhalb davon derzeit passiert. Es enthält auch einige sehr interessante links zu einzelnen Netzwerken und bietet einen Ausblick auf kommende Aktionen auf internationaler Ebene. So wie sich die Situation darstellt war 2009 tatsächlich nur die Aufwärmphase…
http://www.wuerzburg-brennt.de/blog/?page_id=2785
[...] Informationen: nuernberg-brennt.de, wuerzburg-brennt.de « 26.3.10: Bundeswehr raus aus Schule und [...]