Bericht von der SchülerInnen-Demo

Die SchülerInnen haben es in Rekordzeit geschafft, 500 TeilnehmerInnen für ihre Demo in Würzburg zu mobilisieren. Trotz des starken Schneefalls machten sie unüberhörbar in der Würzburger Innenstadt auf ihre Probleme aufmerksam. Mit der Parole “Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!”, knüpfte man an die Bildungsproteste des letzten Jahres an. Nicht nur die notwendige Ausdauer des Bildungsstreiks, sondern auch eine Solidarität mit allen vom Bildungsabbau Betroffenen drückte sich darin aus.

Bei der abschließenden Kundgebung wurden noch einmal ihre Forderungen betont, diesmal zusätzlich unterstrichen durch große Verbände wie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) und Landeselternvereinigung (LEV). Unabhängig davon meldeten sich auch individuell betroffene Eltern und SchülerInnen zu Wort, sowie eine Vertreterin der Studierendenvertretung. StudentInnen des Würzburger Bildungsstreiks beteiligten sich ebenso an der Demonstration. Im Namen der ehemaligen BesetzerInnen ermutigte  die Rednerin  die SchülerInnen, sich nicht unterkriegen zu lassen und weiterhin für eine freie Bildung und Persönlichkeitsentfaltung zu kämpfen.

Einig waren sich die RednerInnen, dass die Stoffmenge und der Zeitrahmen nicht kompatibel sind. Auch die formalen Bedingungen, z.B. Festlegung auf gewisse Abiturfächer und Nachmittagsunterricht ohne schuleigene Mensa, wurden heftig kritisiert. Gerade aber auch der Mangel an Zusammenhängen, Bewertungen des Gelernten und interessegeleitetem Forschen, lässt nach Meinung der SprecherInnen den Unterricht zu sinnentleertem Auswendiglernen verkommen. Am Ende war man sich einig: “Wir sind keine Maschinen!”

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