Wie bisher bekannt ist, hat der Deutsche Hochschulverband (DHV) alle DozentInnen dazu aufgerufen, ihre Lehrveranstaltungen am 10. Dezember zu verschieben, damit die Studierenden ihren Protest gegen die fehlerhafte Umsetzung der Bologna-Reformen gegenüber der Kultusministerkonferenz (KMK) kundzutun. (Aktuelle Pressemitteilung)
Darüber hinaus solidarisiert sich der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) mit den Forderungen des Bildungsstreik. Zudem erwartet er von Wissenschaftsminister Heubisch und Kultusminister Spaenle, spätestens bis Weihnachten deutlich zu machen, zu welchen Kritikpunkten sie Lösungsansätze präsentieren werden. (Offener Brief und Forderungen)
Darüber hinaus appelliert der BLLV an alle Mitbürger (und natürlich Studenten), sich mit diesen Forderungen zu solidarisieren und diesen offenen Brief zu unterzeichnen! Dies ist hier möglich.
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Willkommen bei der Landesstudentengruppe des BLLV
Die LSG unterstützt Studentinnen und Studenten aller Lehrämter während ihres Studiums durch Informationen, Skripten, Einzelberatung, Infoveranstaltungen, Seminare und vieles mehr. Die Mitgliedschaft im BLLV ist während des Studiums kostenlos. Der BLLV ist der richtige Lehrerverband für alle, die Lehrer werden, weil sie sich in erster Linie als Pädagogen verstehen. Kontakt zum Hochschulreferat
Offener Brief an Wissenschaftsminister Heubisch und Kultusminister Spaenle
Machen Sie mit – unterstützen Sie uns Studenten beim Bildungsstreik!
Die Landesstudentengruppe (LSG) im BLLV solidarisiert sich mit den Zielen des Bildungsstreiks. Es ist wichtig und richtig, den Verantwortlichen in Politik und Hochschule die Probleme aufzuzeigen und sich zu wehren!
Auch wir fordern…
… die soziale Öffnung der Hochschulen und damit:
- die Abschaffung von Studiengebühren und die gesetzlich verankerte Gebührenfreiheit von Bildung
- die finanzielle Unabhängigkeit der Studierenden – ohne Kredite
- die Abschaffung jeglicher Diskriminierung, auch in ihrer institutionalisierten Form gegenüber ausländischen Studierenden
… die Modifizierung des Bachelor/Master in der derzeitigen Form und damit:
- die Abkehr vom Bachelor als Regelabschluss
- das Ende von Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung
- die Möglichkeit individueller Schwerpunktsetzung im Studium
- die tatsächliche Umsetzung der Mobilität zwischen den Hochschulen
- die Abkehr von der quantitative Überfrachtung der Lehrinhalte und der enorm hohen Taktung der Prüfungen
… die Demokratisierung des Bildungssystems und damit:
- den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich
- die Mitbestimmung aller Beteiligten im Bildungssystem, u. a. durch Viertelparität in den Hochschulgremien
- die Einführung verfasster Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen Bundesländern
… die Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen und damit:
- die Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte
- die Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Bildungsbereich
- die Aufstockung des Lehrpersonals auf ein pädagogisch tragbares Niveau. Die Förderung aller Studierenden statt einseitiger Elitenbildung
- die Einheit von Forschung und Lehre statt der Exzellenzinitiative
Für diese Forderungen setzt sich auch die LSG im BLLV ein, weil auch sie ein frei zugängliches, öffentlich finanziertes und emanzipatorisch ausgerichtetes Bildungssystem für unerlässlich hält.
Zudem fordert die LSG für Lehramtsstudierende
- eine bessere Verzahnung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Erziehungswissenschaft
- dass sich die Fachwissenschaften an den Bedürfnissen der Lehramtsstudierenden orientiert, weil der Anteil an Lehramtsstudenten in allen Fächern, vor allem aber in den Geisteswissenschaften am größten ist
- Eine stärkere Ausrichtung der Studieninhalte auf das Berufsfeld Schule
Die in der LSG organisierten Studenten/innen und die im BLLV organisierten Lehrer/innen erwarten von Wissenschaftsminister Heubisch und Kultusminister Spaenle, spätestens bis Weihnachten deutlich zu machen, zu welchen Kritikpunkten sie Lösungsansätze präsentieren werden.

Verschlägt es da manchem die Sprache? Oder warum hat hier niemand was angemerkt?
Warum glaubt es keiner, wenn “nur” Studenten das sagen? Das ist ja wie Tante Polly, die der heulenden Susi sagt: “Es tut gar nicht weh!”, obwohl doch Susis Knie vom Aufprall schmerzt!
Tja….So ist es eben, die Beschimpfer halten es wohl nicht für nötig, auch hierauf mal einzugehen….
ich les da nix vom gutheissen einer besetzung
Entschuldigung,
ich muss hier mal ein paar Anmerkungen machen. Kurz eine Feststellung, welche auch begründet ist. Die Kritik ist aber icht von der euch so hoch gelobten konstruktiven. Ich habe den Eindruck, dass sich die Besetzter in ihrer Aktion, ihrem kollektiv auf, sich selbst feiern. Dies sieht man, wenn Beschlüße auf dem Plenum gefällt werden, oder irgendwelchen vermeintlichen Videos. Sie putzten die Treppe, um möglichst viel Ordnung zu halten und freuen sich, wenn ein Minister mit ihnen spricht. Hauptsache die Besetzung aufrechterhalten, auch wenn man ein bißchen zu tief ins Gesäß schauen muss. Immer schön reden, es geht ja um uns aller zukunft, und die unseres Landes. (Achja, dafür spricht auch die Formulierung als das Schillergedicht auf dieser Seite hochgestellt worden ist: “unser Nationaldichter”, ist ja wieder runtergenommen worden, wahrscheinlich, um nicht die letzten vernünftigen Leute aus dem Audimax zu jagen, jetzt werden sich bestimmt eineige Fragen, was hat den die gegen Deutschland, wie sind doch alles Deutsche, da hilft dann wirklich kein Kraut mehr.)
Die Solidaritätbekundungen reichen nicht über die Grenzen Bayerns hinaus und es wird versucht durch ein möglichst schwammiges Programm so viele Leute wie möglich zu ziehen, damit man eine gute gebildete Fachkräfte hat, mit denen sich Deutschland sehen lassen kann.
Gerne verweisen Flugblattausteiler darauf, dass in Deutschland sehr viele Unis besetzt sind und auch auf der ganzen Welt. Problem dabei ist, dass Würzburg im Wesen nach keinen fortschrittlichen Gedanken wie andere Unibesetzunge auf der Welt trägt, sondern nur Nachbesserungen will (wie man z.B. den Forderungen an die Unileitung entnehmen kann: 500 statt 300 Euro Studiengebühren.)
Auf die Proteste in Frankreich und jetzt Griechenland wurde kaum Bezug genommen. Insbesondere Griechenland, wo es nicht um Ausbesserungen geht, sondern wo es den Menschen mittlerweile sehr schlecht geht und die Polizei mit einer wahnsinnigen Härte gegen die Studenten vorgeht. Auch die Räumung des Casinos in Frankfurt wurde nicht erwähnt.
Mein Fazit: Vielleicht sind hier ein paar Leute dabei die ein kleines bißchen Weitblick und Tiefblick haben, ein andere Teil hat sich schon abgewendet, weil es die Sache zu schwammig und konform ist, da es nur um eine Interessenvertretung seitens der Studenten handelt, die morgen zur Elite gehören werden, die auf ihren kleinen Positionen sitzend, die Gesellschaft mitsteuern werden. Andere Teile der Gesellschaft (Hartz 4, Flüchtlinge etc.) werden hier nicht erwähnt.
Hinter euren Forderungen nach freier Bildung, Bildung darf keine Ware sein, oder eurem möchtgern revoltutionären Vokabular versteckt sich ein reaktionärer: “Würzburgbrennt”, “seien wir realistisch, versuchen wir das unmögliche” (die ist sowieso gut: ihr versucht gerade das mögliche, um ein bißchen Erfolg nachweisen zu können, ihr seid realpolitiker durch und durch).
An anderen Orten, zu den Studentenprotesten ja, in Würzburg definitiv nein.
@Melanie
“etwas zu tief in Gesäß geschaut”? Das nenne ich mal “revoltutionären Vokabular”!
@Bachelor singt im Chor. Inhaltlich ist von deiner Seite nicht mehr zu erwarten!? Oder!?
@Melanie
Bei meiner schwachen geistigen Fassungskraft beschränke ich mich lieber auf das argumentum ad hominem. Das argumentum ad rem überlasse ich besser Kapazitäten wie dir.
Liebe Melanie,ich hab Dein Schreiben jetzt mehrfach gelesen. Bitte korrigiere mich trotzdem, wenn ich etwas falsch verstanden habe.
Du bist der Meinung, die Probleme der anderen Bundesländer und Länder (z.B. Griechenland,was wirklich schlimm ist) werden zu wenig beachtet. Ich denke auch, man könnte hierzu zumindestens immer mal einen Lagebericht einstellen.
Zu Frankfurt fällt mir gar nichts ein, wer immer das auch war, sollte vor Gericht. Die Bilder des Casinos wurden auf der hiesigen Website verlinkt(im Moment noch im Twitter nachlesbar),da bin ich froh, dass die Würzburger den Besen schwingen.
Das Thema Hartz 4 wurde teilweise mehr oder weniger sachlich in den Blogs behandelt. Zur Menschenrechtsproblematik gab es diese Woche einen Vortrag.
Klar, es gibt viele Fakten, die noch zu bereden wären, ich kann Dir aber auch sagen, dass die Vernetzung mit anderen o.k. meist bayrischen Unis gut ist. So waren einige gestern bei Herrn Minister in Regensburg. Oder vergangene Woche in München beim Internationalen Treffen.
Wenn man das “Über uns” liest, weiß man, dass dies alles “nur” Studenten sind und keine Politiker. Ich finde, das haben sie mehrfach gut reflektiert.
Auch wenn ich es diese Wochen schon x-mal gesagt habe, der Bildungsstreik geht nicht nur um die Studiengebühren. Da stimme ich Dir zu.
Ich hoffe, ehrlich gesagt, dass nicht alle später gedankenlose Chefs usw. sind, sondern das, was sie heute treibt ,nicht vergessen. Aber man sieht ja leider an den 68ern, dass dies oft nicht so ist.
@Bachelor sind im Chor: suum quique:-)
@Melanie
Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus
War nicht so gemeint
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